Zeitumstellung stört Rhythmus

04.04.2017 • 17:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feigheit vor dem Feind: Das trifft für jene Politiker zu, die sich vor den grauen Eminenzen in den Staub werfen. Bei den ÖBB und vereinzelt sogar bei den durchwegs vom rechtskonservativen Establishment vereinnahmten Medien aber verzögert man heimlich die Umstellung auf Sommerzeit. Hat man da einfach nur zu wenig Personal, gibt es technische Probleme oder will man gegen die Provokation „Sommerzeit“ wirklich ernsthaft protestieren?

Sie wurde im Ersten Weltkrieg erfunden, um Tage zum Sterben zu verlängern. Nach ein paar Jahren Pause befahlen die Nazis aus den gleichen Motiven, die Uhren umzustellen. Um sich nicht zweimal jährlich an Hitler erinnern zu müssen, schaffte man nach dem Krieg die Sommerzeit wieder ab. Ob mit dem Energiesparargument oder anderen: Weder dem Kaiser, weder Hitler noch ihren Gesinnungsgenossen heutiger Tage hat die Manipulation der Zeit etwas gebracht. Ganz im Gegenteil: Die Umstellung stört zweimal im Jahr den Lebensrhythmus von Mensch und Tier. Die Briten sind aus der EU ausgestiegen, weil sie sich nicht durch Vorgaben, die ausschließlich Reiche nur noch reicher machen und sonst kaum einen Nutzen haben, bevormunden lassen wollen. Steigen wir wenigstens aus der Sommerzeit aus und signalisieren wir der EU, dass die Zeiten der Herrschaften ein für allemal vorbei sein sollten!

Thomas Amann,

Wellenau, Bregenz