Naturschutz und die Gier nach mehr

06.04.2017 • 17:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Warum sagt niemand, dass die EU in ihrem Naturschutzprogramm eine jener Orientierungen hat, die alle schützen soll? Muss denn immer nur die Gier nach mehr das Leben bestimmen, so lange, bis nichts mehr da ist, für niemanden, besonders nicht für die Nachkommenden? Eine Aussage von Mahatma Gandhi weist darauf hin, dass eigentlich genug von allem da wäre, auch vom Geld, wäre nicht die Gier Einzelner so groß. Ich finde es verantwortungsvoll, wenn die EU bittet, mehr Natura-2000-Gebiete auszuweisen. Ist denn nicht bewusst, dass alles, was einmal weg ist, nicht mehr zurückgeholt werden kann? Es wird jetzt mehrfach darauf hingewiesen, dass man eingegangene Verträge einhalten muss. Das gilt nicht nur für die Flüchtlingsverteilung, sondern auch für den Naturschutz.

Wenn nur mehr auf Populisten jeder Art gehört wird und nicht mehr auf Humanität und religiöses Gewissen, dann werden alle zu Trumps, die durch die Landschaft trampeln und sich alles unter den Nagel reißen, was nur möglich ist, und einen Scherbenhaufen zurücklassen. Darin sehe ich keine guten Visionen. Es wäre schade um die vielen schönen Flecken auf dieser Erde, wenn wir nicht daran denken, sie zu schützen, sondern sie nur ausbeuten.

Mag. Christiane Url,

Freundsbergstraße,

Innsbruck