Grenzenloses Skigebiet hat gravierende Folgen

07.04.2017 • 17:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der VN-Bericht „Mit drei Pendelbahnen über die Grenze fahren“, vom 6. April, beschreibt ein Tourismusprojekt, das nicht nur die Grenze zur Schweiz überschreiten würde. Die Landesräte Rüdisser und Rauch äußern sich zu diesen Expansionsplänen zurückhaltend.

Wirklich beruhigend ist das nicht. Dass die Stellungnahmen der Bürgermeister nur positiv ausfallen, verwundert nicht. Es kommt allerdings auch darauf an, wer um seine Meinung gefragt wird. Ausgewogen finde ich das nicht. Wenn Bürgermeister Lechthaler meint, in die Natur werde nicht sehr eingegriffen, weil nur ein oder zwei Stützen gebraucht würden, ist das eine grobe Verharmlosung, denn mit dieser Skischaukel wären dauerhaft mannigfaltige negative Einflüsse auf das Gebiet verbunden. Es wird auch Zeit, dass die Auswirkungen der Lawinensprengungen wissenschaftlich untersucht werden. Schon jetzt hallt Kanonendonner bei jedem Neuschnee durch die Täler. Das kann nicht ohne Folgen auf die Tierwelt sein, ganz abgesehen von giftigen Rückständen in sensiblen Räumen. Schützt nun die Tourismusstrategie 2020 vor dieser geplanten Skischaukel oder nicht? Ich bitte die Herren Rüdisser und Rauch um eine klare Stellungnahme und Antwort.

Franz Ströhle,

Obmann Alpenschutzverein,

Am Kehlerpark, Dornbirn