Appell an die
Jägerschaft

09.04.2017 • 16:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hinter diesen 14 TBC-Verdachtsfällen stehen Bauernfamilien, die in solch einem Fall an den Rand ihrer Existenz gedrängt werden. Diese Tiere wurden 365 Tage im Jahr von den jeweiligen Bauernfamilien liebevoll großgezogen und werden im Verdachtsfall in einer Tierkadaverstelle diagnostisch getötet. Diese Tiere haben nur das „Verbrechen“ begangen, einen Sommer auf einer Alpe zu verbringen. Haben die Nutztiere kein Recht mehr auf eine seuchenfreie Alpsaison? Ich appelliere eindringlich an die Jägerschaft des Bezirkes Bregenz, endlich aufzuhören mit medienwirksamen Auftritten, um sich persönlich in den Vordergrund zu stellen. Es wäre höchste Zeit, dass auch der Bezirk Bregenz sich der TBC-Problematik bewusst wird und bereit ist, mit Behörden, Grundbesitzern und Experten dieses Problem in den Griff zu bekommen. Sollte dies nicht sehr bald gelingen, so ist die ganze Tourismusregion stark gefährdet. Denn mal ganz ehrlich: Wer möchte schon in einem „Seuchengebiet“ Urlaub machen oder gar leben? Auch appelliere ich an die Medien, sich bei diesem sensiblen Thema auf eine sachliche und verantwortungsvolle Berichterstattung zu beschränken. Abschließend möchte ich es nicht versäumen, jenen Jägern zu danken, welche ihre Arbeit auch 365 Tage im Jahr mit sehr viel Fleiß erledigen.

Josef Bolter,
Müselbach, Alberschwende