Glücklicher

09.04.2017 • 16:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ernst Winder

SPÖ-Landesparteisekretär und Landesrat Ernst Winder, der auch politische Verdienste hat, meinte in einem Leserbrief, während seiner Zeit habe die SPÖ in Vorarlberg nicht gestritten. Erstaunlich. Der Streit hat schon begonnen, als sich der Bludenzer Winder aus Karrieregründen in den Bezirk Dornbirn eingenistet hatte und dem verdienstvollen Hohenemser Sozialdemokraten Edmund Brändle das sichere Landtagsmandat weggenommen hat. Der Streit war nicht mehr zu schlichten.

Die Ortsgruppe Hohenems löste sich auf. Nur mühsam konnte sie in jahrelanger Arbeit wieder aufgebaut werden. Maßgebende Dornbirner Politiker sind immer wieder an die SPÖ Hohenems herangetreten, doch den Ernst Winder nicht mehr aufzustellen. Winder wäre schon zehn Jahre früher aus dem Landtag geflogen, wenn nicht die damals wieder erstarkte SPÖ Hohenems die schützende Hand über ihn gehalten hätte. Auch der
freiwillige Austritt Winders aus der SPÖ erfolgte, weil Ernst Winder lieber die übliche Parteisteuer sparte und als wilder Abgeordneter finanziell besser abschnitt. Winders politische Karriere war von Anfang bis zum Ende von Streit begleitet. O glücklicher Ernst Winder, der das selbst nicht mitbekommen hat.

DDr. Arnulf Häfele,

Erlachstraße, Hohenems