Soja-Wahn

10.04.2017 • 18:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich bin wirklich enttäuscht! Als ich in der Mittwochs-Ausgabe der VN den kurzen Kommentar „Der Soja-Wahn am Beispiel von Brasilien“ gelesen habe, bin ich sofort hellhörig geworden. Denn auch bei uns in der Schule war Thomas Bauer zu Gast, der uns unter anderem auch den Film „Soja – der Fleisch gewordene Wahnsinn“ gezeigt hat. In dem Film geht es um die Auswirkungen der Sojaplantagen auf die Kleinbauern. Die Einwohner werden immer mehr vertrieben, und in ihren ehemaligen Dörfern entstehen Sojaplantagen, auf denen Unmengen von Pestiziden gespritzt werden. Ein sehr erschreckendes Beispiel aus dem Film ist ein Kleinbauer, dessen Rinder in einem Jahr mehrere Fehlgeburten erlebten, da sie mit Pestiziden verseuchtes Gras gefressen hatten. Das ist ja Mord und Tierquälerei! Erschreckenderweise wird bei uns nicht viel dagegen unternommen. Soja ist nämlich Bestandteil des Futters vieler Tiere, die hierzulande verspeist werden. Vor allem bei Tieren aus Massentierhaltung ist es ein großer Bestandteil des Futters. Deshalb bitte ich: Reduziert euren Fleischkonsum. Ihr müsst keine Vegetarier werden. Aber achtet auf die Herkunft des Fleisches. Kauft regionales Fleisch aus biologischer und artgerechter Tierhaltung, denn letztendlich wird auch hier mit Pestiziden vergiftetes Soja konsumiert.

Hanna Brugger, torfweg, dornbirn