Sportgymnasium bleibt unbeachtet

11.04.2017 • 17:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Im Mittelpunkt der gut organisierten und festlichen Sportnacht stand die Ehrung der besten Sportler und Sportlerinnen des Landes. Eine wichtige und sinnvolle Veranstaltung, wo auch die verschiedenen Institutionen, die an diesen Erfolgen Anteil haben, erwähnt und damit in die Erfolgsbilanz mit eingeschlossen wurden. Leider wurde das Sportgymnasium­ des Landes dabei nicht berücksichtigt, obwohl die Sportlerin Bettina Plank und der Sportler des Jahres, Alessandro Hämmerle, hier ihren wichtigsten Lebensabschnitt im Leistungssport verbrachten und auch den wichtigsten Bildungsabschnitt mit der Matura absolvieren konnten. Auch unsere Skihoffnung Christine Scheyer ist Absolventin der fünfjährigen Spitzensportklasse. Den seit zwölf Jahren existierenden Spitzensportzweig O3 am Sportgymnasium Dornbirn, aus dem fast alle olympiafähigen Sportlerinnen und Sportler Vorarlbergs hervorgehen, zu vergessen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Die Institution Sportgymnasium Dornbirn, übrigens das einzige selbstständige Sportgymnasium Österreichs, bildet zusammen mit dem Sportservice Vorarlberg die Basis für eine olympische Medaille, auf die Vorarlberg seit nun 20 Jahren warten muss. Was wären der Sport und Olympiasport ohne Sportgymnasium Dornbirn? Wo bleibt der Stellenwert dieser Sporteinrichtung? Seit Jahrzenten tätig, aber unbeachtet.

Prof. Mag. Johann Krojer, Sportgymnasium Dornbirn,

Schachenerstraße, Lindau (D)