Tatsachen zur TBC bei Nutztieren

12.04.2017 • 16:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief „Appell an die Jägerschaft“ von Josef Bolter, VN vom 10. April:

Sehr geehrter Herr Bolter, Ihr Leserbrief bedarf aus der Sicht der Jägerschaft einiger Ergänzungen bzw. Korrekturen: Das Land Vorarlberg bzw. indirekt der Steuerzahler hat die betroffenen Betriebe vorbildlich und umfassend unterstützt. Es ist nachgewiesen, dass nicht alle erkrankten Tiere in Vorarlberg aufgezogen wurden, sondern auf dem Handelsweg nach Vorarlberg gekommen sind. Eine diagnostische Tötung ist durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen in unserem Land notwendig, in anderen euro­päischen Ländern, wo die Infektionsrate um ein Vielfaches höher liegt, werden die Tiere und die Produkte ohne Maßnahmen genutzt. Die Produkte werden auch ohne besondere Hinweise in den Verkehr gebracht.

Keiner der 14 Fälle ist im Bezirk Bregenz zu beklagen. Es gibt bis heute keinen Beweis, dass die Ansteckung nur einseitig vom Rotwild zum Nutzvieh stattfindet. Es gibt aber eindeutige Beweise, dass Nutzvieh an TBC erkrankt ist, das noch nie auf einer Alpe war. Vorarlberg als Seuchengebiet zu bezeichnen, ist aufgrund der Prävalenz nicht statthaft und entbehrt jeder fachlichen Grundlage. Der Tourismus wird durch Turbobauern und mit Kunstdünger behandelte Wiesen in großem Maße gefährdet. Lieber Herr Bolter, wir von der Vorarlberger ­Jägerschaft ersuchen Sie, in Ihren Ausführungen Tatsachen und Fakten nicht zu missachten und von Panikmache – aus welchen Motiven auch immer – Abstand zu nehmen.

Wolfgang Meusburger,

Oberdorf, Bizau