Nur Ja oder Nein für Erdogan

13.04.2017 • 17:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Aussagen der JVP-Geschäftsführerin Neci Gönay sind mehr als nur fragwürdig. Auf die Frage, „Wie hätten Sie denn beim Verfassungsreferendum abgestimmt, wenn Sie gekonnt hätten?“, antwortete sie mit „wahrscheinlich Nein“. Die Politik des Herrn Erdogan kennt keine Grauzonen, da gibt es nur ein Ja oder Nein, Demokratie oder Diktatur. Wenn Frau Gönay als JVP-Geschäftsführerin und Mitglied des Jugend- und Integrationsausschusses Bregenz noch nicht in Vorarlberg „angekommen ist“, muss man auch nicht mehr über Integration diskutieren, da ist dann so ziemlich alles schief gelaufen. Man verlangt von den Migranten in Vorarlberg/Österreich nicht, dass sie ihre Herkunft, Muttersprache, Religion leugnen sollen, daher verstehe ich nicht, warum sie nicht als solche wahrgenommen werden möchte, als eine Österreicherin mit türkischen Wurzeln?

Die Herkunft einer Person sollte kein Hindernis sein, sich zu Österreich zu bekennen. Die Türken glauben, durch dieses Bekenntnis zu ihrer neuen Heimat würden sie ihre Herkunft bzw. alte Heimat verraten.

Die Migranten/Türken haben Rechte, aber auch Pflichten, da hapert es aber ein bisschen. Kritik ist unerwünscht, man schlüpft in die gewohnte Opferrolle. Schuld sind immer die anderen. Selbstverständlich gibt es in Österreich/Vorarlberg auch Menschen, die ausländerfeindlich, rassistisch sind. Das zu leugnen wäre genauso falsch, aber die gibt es auch in der Türkei.

Nurcan Bakmaz,
Im Brühl, Feldkirch