Respekt für Bauer Reinhard Bär

23.04.2017 • 17:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 21. April 2017.
VN-Bericht vom 21. April 2017.

Ob man Kühe, die täglich mehr als 40 Liter Milch geben, „Turbokühe“ nennen darf, ist zweitrangig. Dass solche Leistungen nur mit hohem Kraftfutteraufwand und verkürzter Lebensdauer der Kühe erreicht werden können, scheint logisch. Die Mehrheit der Vorarlberger Bauern geht inzwischen diesen Weg. Oder sind Getriebene, um wirtschaftlich im Weltmarkt zu überleben. Dann soll das Kinde auch beim Namen genannt werden! Wenn aber ein von mir ob seiner Beflissenheit und Volksnähe geschätzter Landesrat so tut, als ob man nur am Ende der Alpsaison ein paar Körner dazufüttert, weil das Gras sich dem Ende neigt, ist dies ein kläglicher Versuch, die Öffentlichkeit in die Irre zu lenken. Zumindest Respekt gehört Bauer Bär und seinen Kollegen, die einen alternativen Weg beschreiten und zuletzt ihre Stalltüren öffneten. Imposant! Natürlich soll Politik dem Bauern nicht die entsprechende Kuh vorschreiben, aber sie soll möglichst von Ethik und Nachhaltigkeit geprägte Ziele anpeilen und kann durch Förderungen dementsprechend lenken. Immer noch mehr Überschuss vom Gleichen ist nicht einmal das Credo der bedingungslosen Marktwirtschaft.

Klaus Steurer,
Berkmann, Langenegg