Das Motiv war schnöde Habgier

24.04.2017 • 18:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht „BVB-Attentäter setzte auf fallende Aktien“, VN vom 22. April:

Nach den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft und des Bundeskriminalamts wollte Sergej W. eine Vielzahl von Fußballprofis töten, um einen massiven Kurssturz der Aktie von Borussia Dortmund auszulösen.

Am Tattag soll er sich Optionsscheine gekauft haben, die ihm im Falle eines drastischen Kursverlustes des Wertpapiers Hunderttausende Euro hätten einbringen können. Er hatte damit für den Bomben­anschlag kein politisches oder islamistisches Motiv, sondern handelte aus schnöder Habgier. Es ging ihm darum, sein Leben zukünftig sicher verbringen zu können, ohne sich Sorgen um Dinge wie Strom, Unterkunft oder Verpflegung machen zu müssen. Sollte sich alles tatsächlich so zugetragen haben, wird er sein Ziel nach dem rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens wohl erreicht haben – zumindest für die nächsten Jahre.

Michael Pfeiffer,
Dietrich-Bonhoeffer-Straße,
Neuhausen auf den Fildern (D)