Türkei fehlt

Leserbriefe / 24.04.2017 • 18:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Grundlage zur

Demokratie

„Es braucht endlich Ehrlichkeit, was das Verhältnis zwischen der EU und der Türkei betrifft. Die Zeit des Taktierens muss vorbei sein“, verlangte Außenminister Kurz. Er will die Beitrittsverhandlungen einstellen. Beitrittsverhandlungen mit der Türkei waren immer nur ein Geplänkel, schon in der Pflichtschule lernt man, dass die Türkei zu Kleinasien gehört. In die Geschichte eingegangen sind die Vorstöße der türkischen Osmanen nach Europa, die jedoch abgewehrt wurden, wobei Bosnien muslimisch blieb. Die Doppelstaatsbürgerschaft von Türken gehört sofort abgestellt, man kann nur Österreicher oder Türke sein, zu groß sind die kulturellen Unterschiede. Diese Differenzen erschweren die Integration oder, wie man in der Praxis sieht, die meisten Türken bleiben Gastarbeiter. Ob jetzt die Türkei ein Präsidialsystem oder eine Diktatur hat, sollte egal sein, das ist die alleinige Sache der Türken.

Die Türkei hat keine demokratische Tradition, ihr fehlt die wesentliche Grundlage einer modernen Demokratie: die Epoche der Aufklärung in Verbindung mit dem Bürgertum. Die EU sollte demokratische Werte weiterentwickeln, das heißt, dass die Nationalstaaten in die Entscheidungsprozesse mehr eingebunden werden, damit der Volkswille besser zum Tragen kommt. In einer Geschäftseinteilung müssten die politischen Aufgaben zwischen EU und Mitgliedsstaaten aufgeteilt werden.

Kurt GÄRTNER,

Billrothstraße, WELS