Gargellen und Klosters verbinden

Leserbriefe / 11.05.2017 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nachdem die Vision einer Seilbahnverbindung zwischen Gargellen und Klosters (CH) mit grenzüberschreitendem Skifahren Emotionen hervorgerufen hat, die zwischen Zustimmung und Ablehnung schwanken, sollte gleichzeitig an einer Alternative gearbeitet werden. Leichter zu verwirklichen (keine Neuerschließung, geringerer Eingriff in Natur und Landschaft, deutlich niedrigere Investitionskosten) wäre der Bau einer Verbindungsbahn zwischen Gargellen und der Silvretta-Montafon (Nova). Als Folge würde sich eine Lücke schließen, die Gebiete zwischen Gargellen, St. Gallenkirch, Gaschurn, Schruns mit Unterschieden bezüglich Höhenlage, Schneesicherheit, Schwierigkeitsgrad der Pisten könnten zu einer attraktiven Skischaukel zusammengeführt werden. Die Region Montafon würde näher zusammenrücken und als Marke gestärkt werden. Diese Anbindung würde auch den Ergebnissen von Studien entsprechen, die in Alpenländern durchgeführt wurden und eindeutig belegen, dass größere Skigebiete von Gästen als wesentlich attraktiver und zukunftsträchtiger beurteilt werden. In der Gesamtbetrachtung geht es vor allem um eine (volks)wirtschaftliche Stärkung des Tourismus in der Region, der wichtiger Arbeitgeber und Steuerträger ist. Das gesamte Tal wird auch in Zukunft infolge des Fehlens notwendiger Standortfaktoren auf größere Betriebe anderer Branchen verzichten müssen. Somit erfüllt der Fremdenverkehr auch die wichtige und unverzichtbare Funktion, der Abwanderung von Einheimischen in die Städte entgegenzuwirken.

Dr. Kurt Kessler,

Nr. 28, Gargellen