Empathie für ­andere

Leserbriefe / 02.06.2017 • 18:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dr. Alois Mock hat für immer die Augen geschlossen. Der bekannte frühere Außenminister, dem Österreich, die Nachbarstaaten und die EU sehr wichtig waren, ist für immer abgetreten. Als Kind hatte er die Gräuel des Zweiten Weltkriegs mitbekommen, das hat ihn – wie alle Politiker dieser Zeit – für sein Leben geprägt. Daher waren ihm das Durchschneiden des Stacheldrahts Richtung Osten und der Beitritt zur EU ein großes Anliegen, auch im Hinblick auf den Friedensgedanken. Können die Jungen nachvollziehen, was diese Zeiten für die Menschen bedeuteten und wie wertvoll allgemeiner Wohlstand und Frieden sind? In einer Radiosendung mit Kindern konnte ich hören, wie schon sehr junge Menschenkinder tiefgreifende Fragen stellen, was den Frieden betrifft. Eine Mitarbeiterin des Außenamtes erklärte ihnen engagiert, frei und nichts beschönigend, wie ungleich die Ressourcen in der Welt verteilt sind und wie schwer es für viele ist, sich vorzustellen, dass sie in Frieden leben, nicht in Armut. Die Kinder zeigten viel Empathie für andere Kinder in der Welt. Diese Orientierung für eine gute, gemeinsame Zukunft erwarte ich mir von allen Politikern, die dafür zuständig sind. Auch Empathie für andere sollte ein Teil der wichtigen Politik für die Zukunft sein, nicht Abschottung und Ablehnung gegen andere.

Mag. Christiane Url,
Freundsbergstraße, Innsbruck