Unter den Politikern gibt es viele schwarze Schafe

Leserbriefe / 09.06.2017 • 18:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Unter den Politikern gibt es viele schwarze Schafe

Österreich ist eines der europäischen Länder mit den meisten „schwarzen ­Schafen“ unter den Politikern. Zu viele standen gerade in letzter Zeit vor dem Richter, andere wiederum vor dem U-Ausschuss. Letzterer tagt schon wieder und will kriminelle Machenschaften beim Eurofighterkauf ans Tageslicht bringen. Warum jene, die jetzt Aufklärung betreiben, nicht beim Entstehen von Fehlentscheidungen und Korruption einschreiten können, liegt daran, dass es Politiker gibt, die an Profiliersucht leiden und sich selbst bereichern. Die Methode ist immer dieselbe: zuerst geheimhalten, dann verschleiern, Kontrollorgane hinters Licht führen und die Bevölkerung anlügen. Der Unterschied zu einem Gerichtsverfahren ist, dass dort die Dinge klar auf den Tisch kommen und dass dementsprechend auch bestraft wird, während nach einem U-Ausschuss um den Brei geredet wird und die Gutachter als Schuldige vorgeschoben werden und es deshalb noch nie Sanktionen gab und geben wird. Das Volk und die Medien haben sich schon längst daran gewöhnt, darum weit und breit kein Aufschrei. Sogar bei den Wahlen vergisst man, in ­welcher Partei die „schwarzen Schafe“ zu Hause sind.

Ing. Wernfried Halder,

Lochauerstraße, Hörbranz