Wanderer, bleibt auf Wanderwegen

Leserbriefe / 20.06.2017 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief von Dieter Permoser vom 14. 6. 2017 über die Gefährdung von Wanderern durch Stachel­drahtzäune auf Alpen möchten ich ergänzen, dass Strahldrahtzäune immer mehr von Elektrozäunen abgelöst werden. Ich habe mich jahrelang mit Stacheldrahtzäunen abgeplagt. In schwierigem Gelände sind Hebeisen, Schlegel, Pfähle, Hammer, Zange, Nägel und etwas Reservedraht mitzuschleppen. Leichter sind Elektrokabel und Plastikpfähle zu tragen. Die Verletzungsgefahr ist bei Elektrozäunen gleich Null, und der Stromdurchlass kann variiert werden. Bei kritischen Geländeabschnitten kann auch ein zweites Kabel verwendet werden. Die Tiere respektieren diese Zäune. Sie berühren das Kabel mit ihren empfindlichen Stellen, Zunge oder Nase, meist nur einmal.

Bei Wanderwegen gibt es Durchlässe mit isoliertem Griff oder mit einer Dreieckvariante, die Wanderer ohne Stromkontakt überwinden können. Auf einem dieser Wanderwege habe ich folgenden passenden Spruch auf einer Stadelwand gelesen: „Lieber Wanderer merk dir das, geh auf dem Weg nicht im Gras, damit man leicht und ohne Müh, dich unterscheiden kann von Vieh.“ Vermutlich von einem humorvollen Älpler geschrieben.

Hugo Mayer,

Mühle, Egg