Effizienteste, ­billigste, sozialste Schulreform

Leserbriefe / 23.06.2017 • 19:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Effizienteste, ­billigste, sozialste Schulreform

Nach so vielen Jahren der Debatte über die Schulreform, wurde nun eine Einigung erzielt, mit welcher anscheinend nicht alle einverstanden und glücklich sind. Zu all der Flut an Ideen zur Reform hier noch eine weitere zusätzliche. Die einfachste, effizienteste, billigste und wohl sozialste Schulreform wäre durch einen Wertewandel zu erreichen! Statt des Strebens „der Beste zu sein“, sollte danach gestrebt werden, „Bester Wissensvermittler“ zu werden. Im Vordergrund stehen sollte das Ziel, dass bessere Schüler(innen) aus den höheren Klassen ihr Wissen an andere weitergeben. Dies würde eine unerschöpfliche Ressource darstellen, die nichts kostet, eine immense Unterstützung für die Lehrerschaft bringen könnte und auch der Verbundenheit zwischen den Schüler(inne)n dienlich wäre. Abgesehen von positiven emotionalen Werten sowie der Verbesserung des sozialen Miteinanders, hätte diese Strategie auch ökonomische Vorteile, und bessere Schulleistungen könnten erzielt werden. Das Geheimnis der Effizienz einer solchen Idee liegt darin verborgen, dass sich das Wissen im Vergleich zu materiellem Haben durch Weitergabe nicht verringert, sondern vermehrt, und Geben mehr Freude macht als Nehmen. Der Nehmende würde dem Gebenden dankbar sein, und Kinder wären mehr miteinander verbunden – ein kleiner Schritt zu einer besseren und harmonischeren Schulatmosphäre und einer besseren Welt. Vorausgesetzt, das moderne, egoistische und materialistische Weltbild erlaubt es.

Dr. Mostafa Haschemi,
Wagenweg, Schruns