Nicht nachdenken, nichts wissen

29.11.2017 • 17:00 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Direkte Demokratie braucht gute und neutrale Information. Die Menschen, die abstimmen, brauchen Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, worüber sie abstimmen sollen. Diese Gedanken sollen nicht nur an Stammtischen entstehen, sondern durch gute unparteiische Medien-Information. Mir ist bewusst, wie leicht es ist, subtil anzupatzen, z.B. im Dienste einer Partei. In den sozialen Medien entstehen Shitstorms, von wem auch immer gesteuert. Wer stellt sich noch der elementaren Aufgabe des Parlamentarismus und der Demokratie? Am besten, man weiß nichts, wird über nichts informiert und denkt nicht weiter nach. Wenn man so Menschen Information und die Möglichkeit nimmt, sich aktiv einzubringen, dann ebnet man den Weg zur Diktatur. Wir sollten vorsichtiger werden, außer wir wollen Spielbälle oder Mitspieler einer gezielten Politik sein.

Mag. Christiane Url,

Freundsbergstraße, Innsbruck