Naturbehandlung im Montafon

02.02.2018 • 17:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Passend zur Speicherseedebatte möchte ich die Verantwortlichen im Montafon erinnern, dass die Gäste vorrangig wegen einer intakten Natur ins Tal anreisen. Der optische Empfang der Touristen ist allerdings erschreckend. Entlang der Haupstraße wurden in den letzten Jahren massive Kahlschläge durchgeführt, straßenbegleitendes Grün rigoros entfernt. Nicht nur Bäume, sondern auch blühende Haselnusssträucher und vieles mehr werden abrasiert, vernichtet, entfernt. Jetzt ist es dem Anreisenden möglich, auf Kieswerke, Industrieanlagen, langweilige Gleisanlagen usw. zu sehen, die er zu Hause sowieso hat. In keinem Tiroler Tal wurde so unsensibel, brutal und hässlich abgeholzt wie im Montafon! Ein Empfang mit Natur schaut anders aus. Fast nirgends sind diese Kahlschläge aus Sicherheitsgründen notwendig. Ist hier die Geldgier – wie eben auch am Berg – wichtiger als eine Attraktivität für Touristen, die bei uns Ruhe, Erholung und Natur genießen wollen und dafür zahlen? Es gibt eine Ästhetik in der Natur, die gesucht und geschätzt wird.

Conrad Amber,

Badgasse, Dornbirn