Genozid an Kurden

04.02.2018 • 16:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vor knapp 100 Jahren hat die Türkei zwischen 300.000 und 1,8 Millionen Armenier gnadenlos verfolgt und umgebracht. Damals hat die ganze Welt zugesehen und der türkische Staat bestreitet diese Gräueltat bis heute. Jetzt, im Jahr 2018, geschieht das Gleiche wieder mit der kurdischen Bevölkerung. Mit dem fadenscheinigen Argument, lediglich „Terroristen“ zu verfolgen, bekämpft die türkische Armee mit modernsten Waffen Kurden in Kurdengebieten in Syrien. Dies ist aber nur der Anfang! Laut Aussage des türkischen Präsidenten will er alle Rebellen = Kurden bis an die irakische Grenze jagen. Wieder schaut die ganze Welt tatenlos zu, wie ein Volk ausgerottet werden soll. Kann denn niemand einen Despoten stoppen, der sein eigenes Volk knechtet, Hunderttausende unschuldig ohne rechtliche Grundlage ins Gefängnis steckt, der foltert, Existenzen mit einem Fingerschnippen auslöscht? Jeden Tag stelle ich mir die Frage, welche Gründe dahinterstehen, dass weder die Europäische Union noch die UNO dieses Treiben verurteilen und den Staat ächten, der so viel Leid verursacht.

Bernhard Forgacs,

Moosweg, Dornbirn