Über Jahrhundert-
projekt abstimmen

Leserbriefe / 08.02.2018 • 19:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 8. Februar 2018.
VN-Bericht vom 8. Februar 2018.

,,Koblach gegen Rhesi“ stand am 8. 1. in den VN. Das stimmt nicht! Was sich bereits beim Informationsabend am 22. Jänner abgezeichnet hat, wurde bei der außerordentlichen Vollversammlung der Koblacher Nutzungsberechtigten, sprich „vermeintliche Bürger erster Klasse“, leider bestätigt. Im 21. Jahrhundert können 90 Mitbürger/innen von über 4000 Einwohnern eines Ortes über ein Jahrhundertprojekt abstimmen. Dabei muss gesagt sein, dass dieses Gemeindegut sich nicht im Privatbesitz einzelner Bürger befindet. Bleibt noch die Gemeindevertretung von Koblach als letzte Entscheidungskraft übrig, um diesem Projekt unverzüglich zuzustimmen, oder sie macht wiederum vor den Nutzungsberechtigten einen Kniefall, was bei der jetzigen Zusammensetzung durchaus möglich erscheint. Daher sind die Koblacher aufgerufen, gegen diese Entscheidung öffentlich Druck auszuüben, die letztendlich zu einer Volksabstimmung über dieses Projekt führen muss. Schlussendlich gibt es in Österreich ein Gleichbehandlungsgesetz. Ich glaube nicht, dass ein Entscheid einer solchen Minderheit von Nutzungsberechtigten rechtlich standhält. Aus meiner Sicht ist die Projektplanung äußerst positiv verlaufen. Wir sind es unseren Nachkommen schuldig, verantwortungsvoll und vernünftig zu entscheiden. Pro Rhesi heißt Verantwortung, Weitblick, Vernunft. Contra Rhesi heißt Engstirnigkeit, Kirchturmdenken, Unvernunft.

Joachim Rothmund,

Haggenfeld, Koblach