Diskussion um

11.02.2018 • 19:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bildungsreform

Zum Leserbrief von Prof. Peter Fischer, VN vom 8. 2.:

Es ist sehr bedenklich, dass es persönliche Angriffe braucht, um über Bildungsprogramme und Bildungsreformen zu diskutieren: „(…) dass sein reaktionäres pädagogisches Gedankengut verdächtig ähnlich dem ewiggestriger Studentenverbindungen ist, denen auch er angehört, wenn auch ,nur‘ dem CV. „Was ist ewiggestrig? Ein Festhalten an der Gesamtschule seit den 70er-Jahren? Ein Rückbesinnen auf Ziffernnoten in Volksschulen, nachdem die verbale Beurteilung oft zu verschiedenartigen Interpretationen geführt hat? Ich bin froh, dass die neue Regierung den Mut aufbringt, Dinge zu überdenken, die durch „speed kills“ eingeführt wurden und als Erfolg verkauft wurden, ohne ausreichend evaluiert worden zu sein. Sind die Leistungen durch die ständigen Reformen besser geworden? Hat die Wirtschaft davon profitiert? Ist die Digitalisierungsoffensive der Regierung veraltet? Solange die Politik und nicht die Notwendigkeiten einer zeitgemäßen Pädagogik, die auch bewährte Elemente enthalten darf, im Vordergrund steht, wird es immer eine ideologische Reformbewegung sein, die oft an den Bedürfnissen der Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern vorbeigeht.

Prof. Astrid Amann,

In der Rossa, Hohenems