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Leserbriefe / 11.02.2018 • 19:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Probleme lösen

Zum VN-Bericht „Rascher EU-Beitritt von Serbien und Montenegro“, vom 7. 2.:

Scheinbar hat die EU mit dem Brexit, den Visegrad-Staaten und den Katalanen noch nicht genug Probleme. Es wäre wichtiger, zuallererst die vorhandenen Probleme zu lösen, bevor man an die Aufnahme von weiteren Nettoempfängern denkt. Die EU sollte sich auch mit ihrem Nato-Partner Türkei beschäftigen, der in Syrien einmarschiert ist und der die Kurden, die für den Kampf gegen ISIS mit amerikanischen und deutschen Waffen versorgt wurden, wie einst die Armenier ausrotten will. Vielleicht sollte die EU auch die Waffengeschäfte vom drittgrößten Waffenproduzenten, Deutschland, hinterfragen? Dass die Kurden jetzt mit deutschen panzerbrechenden Waffen gegen deutsche Leopard-Panzer der Türkei kämpfen, wäre mit Sicherheit ein interessantes Thema. Die Herrschaften der EU könnten sich auch wieder ernstliche Gedanken über die einst für die EU so wichtige Ukraine machen, wo im verheimlichten Krieg seit Jahren täglich unschuldige Menschen sterben. Wobei der EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn sich auch mit Österreich beschäftigen könnte. Es wäre längst an der Zeit, die Restbestände vom Nationalsozialismus auszumisten. Es kann nicht sein, dass in Organisationen einer Regierungspartei seit Jahren nationalsozialistisches Material und Gedankengut auftaucht und von Regierungsmitgliedern diesbezüglich zweifelhafte Aussagen ohne Konsequenzen geduldet werden.

Alfred Fuchs,

Forachstraße, Dornbirn