Verkehrslast
durch Ikea

Leserbriefe / 15.02.2018 • 18:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht „Mehrheiten für Handelszentren sind keine Über­raschung“ vom 7. 2.:

In der Umfrage von Dr. Berndt bezüglich Ansiedlung von Ikea in Lustenau wird angeführt, dass sich 56 Prozent der Befragten (aus welchem geografischen Raum? Wie repräsentativ?) für eine Ikea-Ansiedlung in Lustenau aussprechen. Das Ergebnis verwundert nicht: Als Lustenauer, der die Verkehrslast zu tragen hätte, wäre ich auch dafür, dass sich Ikea in Bregenz ansiedelte. Oder in Feldkirch (zentral im Land, Nähe zur Schweiz etc.). Den Verkehr müssten dann eben die Bregenzer und Feldkircher tragen. Was würden dann wohl diese dazu sagen? Das ist wohl aktuell das Thema und nicht, ob es den Vorarlbergern gefiele. Eine derartige Umfrage in dieser Aufmachung kann ich nur in die Kategorie „höchst manipulativ“ einordnen. Ökonomische Gründe, wie Berndt anführt, sprechen natürlich ganz und gar nicht dafür: schlecht bezahlte Arbeitsplätze, die daraus resultierende Kommunalsteuer daher gleichfalls ein Butterbrot fürs Gemeindebudget. Gewinne werden nur minimalst in Österreich versteuert und verbleiben nicht im Inland, also auch kein nennenswertes Steueraufkommen für Land und Gemeinde. Dies ganz im Gegensatz zu heimischen Unternehmen, die dringend Grundstücke zu akzeptablen Preisen benötigten, die durch eine Ikea-Ansiedlung jedoch ausgesperrt blieben.

Mag. Heinz Petnig,

Sandstraße,

Lustenau