Rhesi und der
Hochwasserschutz

21.02.2018 • 17:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hochwasserschutz geht auch ohne Rhesi-Projekt. Die Dämme sanieren, wo sie schwach sind oder Mängel haben und das Rheinufer von den großen massiven Auflandungen befreien, dann hat das Wasser mehr als genügend Platz. Wie eine Information der Internationalen Rheinregulierung von Hans-Peter Wächter, Projektleiter für Notfallschutzmaßnahmen am Rhein, sagt: „Zu unseren Aufgaben gehört aber auch das Abschaben der Lette an den Wuhren (Mitteldämme)“. Meine Bemerkung dazu – wie vorher erwähnt die Uferzonen. Würden wir das nicht tun, würde dies den Querschnitt und somit die Abflussmenge vermindern. Warum haben es die Planer versäumt, diese Tatsachen zu dokumentieren? Wenn das Rhesi-Projekt durchgeführt wird, ist für die Zukunft kein Flusskraftwerkbau (Flussturbine auf dem Grund des Rheins bei St. Goar) zur Stromerzeugung mehr möglich. Da werden sich die Atombefürworter freuen. Für die Landwirtschaft werden Tausende Hektar gut bewirtschaft-bare Wiesen vernichtet. Spielt keine Rolle, denn es gibt ja in Übersee die industrielle Landwirtschaftsin-
dustrie mit all seinen Kunstdüngern und Giftmitteln. Da haben unsere Nutzungsberechtigten schon richtig entschieden. Die haben noch einen Hausverstand. Ein erhaltenes Recht muss Recht bleiben, sonst leben wir in einer Diktatur. Was in der Vergangenheit zum Hochwasserschutz gebaut wurde, ist scheinbar bei den heutigen Technikern und Planern alles nichts.

Benedikt Bolter,

Diesenäuele, Koblach