Ambivalenz oder

Leserbriefe / 27.02.2018 • 17:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

echte Sorge?

Seit Weihnachten sind im Kleinwalsertal ein halbes Dutzend Hirsche und Rehe verendet, weil ein Fütterungsverbot erlassen wurde. Dies sorgte bei den Jägern für Aufschrei, da sie sich gegen das Verbot ausgesprochen hatten, weil die Tiere sich nicht in futterreichere Gebiete für den Winter zurückziehen können. Natürlich war das absolute Fütterungsverbot ein Fehler, dass sich die Jäger aber nun als unschuldige Wesen darstellen, ist mir suspekt. Seit wann sorgt ein toter Hirsch bei einem Jäger/einer Jägerin für Aufschrei? Ist es nicht eher tierverachtend und planmäßig, um es mit den Worten von Herrn Winsauer zu sagen, wenn man, wie ein Jäger, das Leben eines Tieres missachtet und es abschießt, auch wenn es gesund ist? Ein weiteres Zitat, das mir ins Auge sprang: „Wirtschaftliche Interessen werden auf dem Rücken der Tiere ausgetragen.“ Schauen Sie nur in Mastbetriebe! Würdelose Haltungsbedingungen und mangelnde Betäubung bei der Schlachtung stehen hier an der Tagesordnung, weil Geld eine größere Rolle spielt als das Wohl der Tiere. Mich hätte hier viel eher die Meinung einer neutralen Berufsgruppe interessiert, die sich wirklich um das Wohl der Hirsche und Rehe bemüht.

Diana Pál,

Martinsweg, Wolfurt