Speichersee und Tourismus

15.03.2018 • 17:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Als langjähriger Tourist, begeisterter Wintersportler und Wanderer bin ich über die Diskussionen am VN-Stammtisch sehr enttäuscht. Es sieht so aus, als will und bräuchte man uns nicht (mehr). Im Montafon
gibt es sehr viele wunderschöne Naturschutzgebiete. Daneben gibt es ausgewiesene Skigebiete. Diese
erfüllen annähernd den technischen
Standard, den es benötigt, genügend Touristen ins Skigebiet zu bringen. Eine vierköpfige Familie benötigt für eine Woche Unterkunft, Verpflegung, Liftticket, Skiverleih- und -schule ca. 5000 Euro. Fahren aufgrund schlechter Schneeverhältnisse und älteren Liftanlagen in der Saison 500 Familien in ein anderes Skigebiet, fehlen im Tal geschätzte 2,5 Millionen. Dies bedeutet, keine neuen Investitionen. Viele müssen, um Arbeit zu finden, ins benachbarte Ausland oder in ein Bundesland, welches gerne Nutznießer der Fehler des Montafons ist, fahren. Darunter wird selbstverständlich auch der Sommertourismus leiden, der langsam endlich einen Aufschwung erfährt. Denn wir Touristen laufen oder fahren gerne zu Bergen, Wäldern und auch Stauseen. Zurück bleibt dann nicht mehr das Geld der Touristen, sondern die Abgase der Pendler und immer wieder die
Frage, warum haben wir damals nicht . . .? Bitte, liebe Montafoner, seid für den Speicherteich, die Natur und eure Zukunft.

Reiner Schmieder,

Fügener Weg, Ludwigshafen (D)