Neue Jagdethik?

16.03.2018 • 17:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Natürlich ist Wild, auch Schalenwild, wenn es erlegt, verendet, tot ist, eine – leblose – Sache, mit der man tun kann, was man will. Ebenso natürlich ist für einen korrekten Jäger der respektvolle Umgang mit dem von ihm erlegten, getöteten Tier zu erwarten. Allenfalls ist dies erlernbar. Für jene, die dies erst erlernen wollen, ist ein Jagdkurs eine gute Möglichkeit. Für mich war bisher die Jägerschaft, die Gemeinschaft jagender Menschen mit den überlieferten Bräuchen und Ritualen, insbesondere um das Erlegen von Wild, eine Gruppe von Menschen, denen der respektvolle Umgang mit dem toten Tier besonders am Herzen lag. Deshalb finde ich den Auftritt der Jagdgesellschaft Möggers mit den rotlackierten Schädelknochen ihrer erlegten Tiere (oder sind heute die Bezeichnungen „umgenieteten, umgeblasenen, abgepufften“ vielleicht zeitangepasster?) nicht nur unwürdig, sondern auch der diesem Geschehen in den Medien zur Verfügung gestellte Raum unpassend.

Peter List, Austraße, Feldkirch