Raucher und Toleranz

22.03.2018 • 17:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sind Raucher eine schützenswerte Minderheit? In Wirklichkeit nutzen Raucher nicht ihre eigene Freiheit, sondern nehmen anderen die Freiheit, keinen Zigarettenqualm einatmen zu wollen. Raucherzonen nützen da wenig, weil das Bedienungspersonal nicht gefragt wird. Persönliche Freiheit endet dort, wo andere geschädigt werden. Ich erinnere mich noch mit Schrecken an die Raucherabteile in den Zügen. Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allge­mein ein Geltenlassen und Gewährenlassen anderer oder fremder Überzeugungen, Handlungsweisen
und Sitten, auch das wohl nur solange sie nicht anderen schaden. Geht die Toleranz der Nichtraucher nicht schon weit genug, indem sie durch Rauchen vorsätzlich verursachte Krankheitskosten über die Krankenkassenbeiträge mitzahlen müssen. Bei einem Unfall unter Alkoholeinwirkung nehmen die Versicherungen Regress, weil meistens ein bedingter Vorsatz gegeben ist. Raucher wissen, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist und nehmen das billigend in Kauf, handeln also vorsätzlich. Selbstbestimmung: Nicht-
raucher wollen nicht fremdbestimmt passiv rauchen müssen und ihre Gesundheit gefährden. Minderheitenrechte: Raucher fallen wohl nicht unter den Begriff geschützter Minderheiten! Wir haben zwar keine Diktatur der Mehrheit, sondern der Parteien. Die Regierungsparteien haben lediglich 45,5 Prozent der wahlberechtigten Stimmen hinter sich und kümmern sich nicht um den Willen des Volkes, ansonsten würde man nicht das Rauchverbot in der Gastronomie wieder kippen.

Dr. Wolfgang Ohneberg,
Hofsteigstraße, Hard