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01.05.2018 • 15:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Strepto-Obst?

Am 26. 4. 2018 wurde über die kritische Feuerbrand-Situation für Vorarlbergs Erwerbsobstbauern berichtet. Mein Mitleid mit den Betreibern von Obstplantagen hält sich in Grenzen, kennen doch die Erwerbsobstbauern die Problematik seit Langem. Und wenn es derzeit keine zugelassenen unproblematischen Mittel gegen das Feuerbrandbakterium gibt, dann ist das eben von den Erwerbsobstbauern zur Kenntnis zu nehmen. Verwerflich ist jedenfalls, daß der Konsument in den letzten Jahren, als Streptomycin eingesetzt wurde, nicht darüber informiert worden ist. Das Antibiotikum Streptomycin wandert über die Blüte in künftige Äpfel und Birnen und über diese „gesunden“ Früchte in den menschlichen Körper. Die Strepto-Anwender können zurecht behaupten, daß das völlig legal sei. Aber es soll ja Leute geben, die Obst verzehren wollen, das keine Sonderration Antibiotikum, also Streptomycin enthält. Und diese Leute haben ein Anrecht darauf, dass klar deklariert wird, ob dieses Obst unter Einsatz von Streptomycin erzeugt worden ist oder nicht. Deshalb mein Appell an alle Obstbauern, Plantagenbesitzer, Konsumentenschützer, Obstverkäufer und an die Landesregierung: Schafft Klarheit für die Konsumenten, damit sie wählen können zwischen Streptomycin-Obst und Obst, das mit unproblematischen Alternativen gegen Feuerbrand behandelt worden ist.

Werner Drexel,

Ludwig-Welti-Straße, Hohenems