Sicherheit am Rhein

13.05.2018 • 16:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es ist schon erstaunlich, wie ein Herr Landeshauptmann von einer nicht öffentlichen GV-Sitzung sagen kann, dass im Zuge der Ausführungen eine Reihe von Unklarheiten und Bedenken zu entkräften bzw. aus dem Weg zu räumen gelungen sei. Erstaunlich auch, dass ein Expertenbüro die letzten Unklarheiten bezüglich Grundwasser/Oberflächenwasser beseitigen wird können. Ist das ein „geimpftes, gekauftes“ Expertenbüro? Darf ein unabhängiges Experten-
büro gar nicht zum Zug kommen?
Fakt ist, wie Herr Seitz in der Schweizer Bauzeitung Tec21 treffend
zusammengefasst hat: „Die bereits
vorhandene Breite des Alpenrheins mit seinen ausgedehnten Vorländern, ohnehin anstehenden Dammsanierungen und die großen anfallenden Wassermengen bieten die Nutzung des Gerinnes für Überlastabflüsse an. Oberhalb von Mäder/Kriessern sind die Dämme auch für Überlastabflüsse (5800m3/s) ausreichenx hoch.“ Laut Homepage www.rhesi.org „Beurteilung Dämme
2014“ sind für den Rheindamm in Koblach keine speziellen Maßnahmen erforderlich. Wer spielt hier mit der Hochwassersicherheit und mit der Verzögerung des ganzen Rhesi-Projekts? Fakt ist auch, dass seit 2013 Koblach eine e5-Gemeinde ist. Auf der Homepage steht u. a.: „Wir stellen uns in besonderem Maß den Herausforderungen des Klimaschutzes. Als Folge von zahlreichen Eingriffen in die ökologischen Systeme sind wir alle aufgefordert, einen aktiven Beitrag zu leisten.“ Warum dann eine Dammabrückung?

Norbert Bolter,

Gitzebühel, Koblach