Braucht es eine Bürgerliste?

14.05.2018 • 16:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das ist der entscheidende Satz für die kommende Landtagswahl. Vorarlberg darf nicht türkis werden. Nicht in der Bildungspolitik, da weiß der Großteil der Vorarlberger Volksschuldirektor(inn)en bis heute nicht, wie sie die türkisen Schustereien von Deutschklassen und doppelten Benotungs-Beurteilungs-Assessment zeitlich geordnet unterbringen sollen. Ganz andere Maßnahmen wären nötig, für eine kindgerechte
Bildung und Qualifizierung, die keines der Kinder zurücklässt oder sie in der Schulpraxis selektiv abspaltet.
Nicht in der Sozialpolitik, wo die EU-widrigen türkisen Einstellungen von Kinderförderungen an nicht in Österreich wohnhafte EU-Bürger(innen) sehr bald die 24-Stunden-Hilfe der Osteuropäer(innen) massiv belasten, infrage stellen. Oder die privaten Haushalte, die Altenpflege nicht anders zu organisieren schaffen, zusätzlich finanziell belasten wird. Nicht in der Migrations-/Flüchtlingspolitik, wo das Vorarlberger Modell entsorgt und menschenunwürdige Vorhaben à la Niederösterreich, wie sie der frühere
Flüchtlingsberater Konrad kritisierte, zum Vorbild österreichischer (Des)Integrationspolitik gemacht werden sollen. Manch Vorarlberger Bürgermeister müsste sich demnach heute für seine Hilfestellung für Geflüchtete vor Gericht verantworten, wofür sie früher von Menschenrechtsorganisationen für ihren Mut gelobt worden wären. Nicht in der Gesundheitspolitik, wo die Selbstbestimmung über Selbstversicherungssysteme türkisen Allmachtsplänen geopfert werden sollen und die AUVA ohne klare Substitutionskonzepte zertrümmert werden soll. Braucht es eine solidarische Vorarlberger Bürgerliste gegen türkise Verfärbungen?

Andreas Postner,
Köhlerstraße, Rankweil