Eigene Landes­universität

von Redaktion

Die Vorarlberger Wirtschaft floriert zwar, es wird aber immer schwieriger die künftig dafür notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen. Es fehlt zunehmend an der Zahl qualifizierter Mitarbeiter. Auch die wissenschaftliche Forschung und Entwicklung sowie universitäre Fort- und Weiterbildung finden außerhalb des Landes statt. Sie sind daher für unsere Studierenden mit hohen Kosten verbunden. Der Großteil der Universitätsabsolventen verbleibt in den Studienorten und steht daher der heimischen Wirtschaft und Gesellschaft nur in eingeschränktem Maße zur Verfügung wie beispielsweise der Ärzte- und Technikermangel zeigt. Wenn Vorarlberg gerne auf Exporterfolge und Internationalität verweist, muss es auch im universitären Bildungsbereich zukunftsorientiert sein. Sehr bedauerlich ist, dass Tirol universitär alles aufbieten kann und Vorarlberg nichts. Dies ist von großem Nachteil für unsere Bevölkerung. Das jahrzehntelange politische Wegducken hinsichtlich einer Vorarlberger Landesuniversität führte zu einer gläsernen Decke im umfassenden Bildungsbereich und damit auch hinsichtlich der gesellschaftlichen Zukunft. Es besteht daher auch nach Ansicht eines verantwortungsbewussten führenden Arbeitnehmervertreters nach Jahrzehnten der Stagnation bezüglich einer eigenen Landesuniversität dringender Handlungsbedarf. Warum wird so lange völlig übersehen, dass ein Universitätsstandort im Land zahlreiche berufliche und gesellschaftliche Felder befruchtet, das Land aufwertet, das Bildungsniveau hebt und Zugang zu vielfältiger Entfaltung der Bevölkerung bietet? Zukunftweisendes politisches Handeln müsste diesem Anliegen dringendes Augenmerk schenken!

Dr. Walter Bösch, Lustenau

Artikel 3 von 5