Wahlkampf hat

von Redaktion

begonnen

Hätte Bösch in seinem Interview davon gesprochen, dass man die von vielen geforderten Anlandeplattformen angesichts der Zustände in Libyen natürlich auch militärisch schützen muss, hätte sich kein Mensch daran gestoßen. Jetzt hat Bösch, wie er selbst einräumt, zwar eine „zu forsche“ Formulierung gewählt, diese jedoch sofort präzisiert und richtiggestellt. Jeder mit etwas Sachverstand hätte schon von Anfang an diese Formulierung so verstehen können, wie sie von Bösch gemeint war. Eine gewaltsame Inbesitznahme, sprich eine Eroberung solcher Plattformen stand nie zur Diskussion und wäre schon mangels militärischer Ressourcen der EU und aus völkerrechtlichen Erwägungen keine Option gewesen. Anstatt die nachvollziehbare Klarstellung von Bösch zur Kenntnis zu nehmen und wieder zur Tagesordnung überzugehen, greifen politische Gegner wie Neos-Chefin Scheffknecht reflexartig zur Rechtsextremismuskeule und stellen Rücktrittsforderungen. Offenbar hat der nächste Wahlkampf bereits begonnen.

Dr. Jörg Frey, Feldkirch

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