Zurück auf die Bäume?

von Redaktion

Dass in erschlossenen Skigebieten ein gut funktionierender Skibetrieb nur mit Unterstützung einer künstlichen Beschneiung sinnvoll durchgeführt werden kann, ist internationaler Standard und wohl allen bewusst, die sich nur minimal mit der Materie befassen. Und dass die Gebirgsbäche im Winter nur einen Bruchteil der Sommerschüttung an Wasser führen auch. Und dass in den Sommermonaten im grenzüberschreitenden Verbundnetz in den Nächten ein Überangebot an Strom herrscht ebenso. Was ist also vernünftiger und ökonomischer, als das für die Schneeproduktion benötigte Wasser in dieser Jahreszeit zu den Pisten hochzupumpen und zu speichern und die spärlichen Ressourcen im Winter zu schonen. Die erforderliche Wassermenge und Speichergröße ist offensichtlich abhängig von der Größe des Skigebietes und der Anzahl der zu beschneienden Pisten.

Zum Speichersee: Was wäre die Silvretta ohne die prachtvoll angelegte Hochalpenstraße und die Stauseen mit den imposanten Mauern. Fast jeder Vorarlberger und Vorarlbergerin und eine Unzahl an Gästen ist bemüht, zumindest einmal im Leben dieses Bauwerk unserer Vorfahren zu besuchen und zu bewundern. Technik lässt sich auch mit der Natur in Einklang bringen, ansonsten wären wir noch bei der Petroleumlampe.

Ernst Tschofen, Schruns

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