Integration,

Leserbriefe / 22.03.2018 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Migration, AMS

Zum VN-Bericht „Die Angst des AMS vor Migranten“, vom 20.3.:

Die Deutschkurse, die in Vorarlberg angeboten werden, sind natürlich zu begrüßen, doch sie bringen Deutschlernende nicht weiter. Jeder, der eine fremde Sprache gelernt hat, weiß, dass er gute Lehrer braucht, gute Bücher und jede Menge Stunden zum Lernen, um die Sprache zu beherrschen. Die meisten Kurse finden nur zweimal die Woche, je zwei Stunden, statt. Ich würde vorschlagen, dass jede Gemeinde sich um ihre Ausländer kümmert und ihnen Deutschkurse, die täglich vier Stunden dauern sollten, geführt durch professionelle Lehrkräfte (hier mangelt es sicherlich nicht an diesen) anbietet. Dies wäre eine Investition für die Zukunft. Die Aussage, dass Tschetschenen oft gewaltbereit seien oder dass muslimische Väter und Ehemänner die soziale und berufliche Integration ihrer Frauen und Töchter verhindern, hilft uns hier nicht weiter. Es mag sein, dass der eine oder andere „auffällig“ ist, jedoch sollte man weder eine Volksgruppe noch eine Religion in einen Topf werfen. Deshalb bin ich auch dafür, wie die AMS-Spitze empfohlen hat, Schulungen zum interkulturellen Verständnis für ihre Mitarbeiter anzubieten. Ich hoffe nämlich nicht, dass ein Mitarbeiter des AMS vor mir Angst hat.

Aly El Ghoubashy,

Am Oberen Riegel,

Feldkirch