Es war einmal . . .

03.04.2019 • 17:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Aus den Salzburger Nachrichten vom 7. Mai 1994: „Neue Regeln für Tiertransporte. Der Nationalrat hat am Freitag das umstrittene Tiertransportgesetz beschlossen. Schlachttiere dürfen demnach ab kommendem Jahr nur noch sechs Stunden lang oder 150 Kilometer weit transportiert werden. Ab 1997 wird die zulässige Wegstrecke auf 130 Kilometer reduziert, wobei Autobahnkilometer jedoch in beiden Fällen nur die Hälfte zählen. Diese Autobahn-Klausel war im ursprünglichen Gesetzesentwurf von Verkehrsminister Viktor Klima (SPÖ) nicht enthalten gewesen, wurde aber im Ausschuss von der ÖVP hineinreklamiert. ÖVP-Sprecher Kukacka erklärte, der ursprüngliche, strengere Entwurf Klimas sei nicht EU-konform gewesen.“ Nun geht es um die Kälbertransporte, und man wird an die schrecklichen Tiertransporte von früher erinnert. Dass es jedoch dazwischen auch noch eine „Herodesprämie“ für Kälbchen gab, welche man so bald wie möglich nach der Geburt tötete, um dann noch eine Prämie kassieren zu können, wissen wohl nur noch die wenigsten. Dafür werden tonnenweise Sojabohnen aus Südamerika importiert und verfüttert, damit die Kühe noch mehr Milch geben und man dafür Hektare von Urwäldern abholzen muss. Schließlich gibt es ja auch schon einen neuen Markt: China. Und das sollen EU-Werte sein?

Gerda Kopecny, Lustenau