Richtigstellung

Leserbriefe / 14.08.2019 • 17:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht „24-Stunden-Pfleger im Visier“, vom 9. August:

Es geht um Ereignisse im Rahmen einer 24-Stunden-Betreuung. Der Bericht schildert Vorkommnisse, die im Rahmen einer Betreuung vorgefallen sind. Der Bericht selbst ist eine Realität und zeigt auch die schwierigen Situationen die es im häuslichen Bereich eben gibt. Leider geben Sie dem Artikel eine sehr „unglückliche“ Überschrift, die zu sehr vielen Irritationen – im Besonderen von Menschen, die sich für eine 24-Stunden-Betreuung interessieren bzw. eine solche Form der Betreuung installieren möchten – führt. Schon der Begriff „24-Stunden-Betreuung“ ist höchst bedenklich, weil das ja in der Regel gar nicht notwendig ist und auch nicht möglich ist. Leider ist dieser Begriff längst ein umgangssprachlicher Selbstläufer geworden (das nur nebenbei). Vielmehr noch unglücklicher (und völlig unkorrekt) ist der Begriff „24-Stunden-Pfleger“, damit wird das nochmals getoppt! Ich weiß nicht, wie Sie auf diesen Begriff gelangen, er ist in vielerlei Hinsicht grundfalsch. Kein Mensch braucht 24 Stunden Pflege, außerdem gibt es keine Berufsgruppe, die so lautet.

Ich denke, es ist sehr gut, wenn Sie sich dieser Thematik widmen, allerdings bitte ich Sie richtige Begriffe zu verwenden. Sie sind es der Leserschaft schuldig, die Dinge richtig zu benennen. Außerdem, Sie tun der Berufsgruppe der Gesundheitsberufe (Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Dipl. Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegefachassistentin, Pflegefachassistenten, Pflegeassistentin, Pflegeassistenten etc.) und den der Sozialbetreuungsberufe (Fachsozialbetreuerin, Fachsozialbetreuer etc.) keinen Dienst.

Dietmar Illmer, Hohenems