Weltfrauentag 2019 – eine Perspektive

Leserbriefe / 06.03.2019 • 18:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der internationale Welttag der Frauen setzt das frauen- bzw. menschengerechte Leben ins Zentrum öffentlichen Bewusstseins. Ich meine, man sollte sich im täglichen Leben öfters fragen, was von der Frau und Mütterlichkeit eigentlich alles abhängt. Die Frauen in Island haben das 1975 einmal gezeigt: Auf dem lang erkämpften und erlittenen historischen Marsch der Frauen in die Freiheit, mit universal gültigen Frauenrechten, die natürlich fundamental mit der Demokratie und deren brennenden Weiterentwicklung zusammenhängen, lassen sich die Frauen national und global nicht mehr zurückdrängen. Es sollte eine globale Selbstverständlichkeit sein und keine Frage der Toleranz, dass Frauen autonom ihre weibliche Lebenswirklichkeit, ihre eigene Lebens- und Geschichtsdeutung, ihre Weltsicht und ihr reiches und vielfältiges Potenzial voll ausschöpfen und in alle Lebensbereiche mit einbringen. Die aufstrebende Frauengeneration hat begriffen, was möglich ist und dass gemeinsam für sie in unserer global vernetzten und zusammenhängenden Welt noch viel mehr möglich wäre. Und so fordert die Frauengeneration von heute, spirituelle, wissenschaftliche und politische Berücksichtigung von Erkenntnissen und Lehren von Frauen und der modernen internationalen Frauenforschung. Frau und Mann wieder ins Gleichgewicht bringen, ein Miteinander und vorbildlicheres Vorwärtsgehen, heißt wohl auch, Balance finden in den persönlichen und gemeinsamen alltäglichen Lebensbereichen zwischen den Geschlechtern, Generationen und Kulturen, den Menschen und der Natur.

Hans Rädler, Hall i. Tirol