Landschaftsschutz

11.03.2019 • 17:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Straßen gehören genauso zu unserer Kulturlandschaft wie Kahlschläge und Steinbrüche. Eingriffe, die wir für unseren Lebensstil brauchen. Sie zeigen das Land uns und unseren Gästen, so wie es eben ist. Unübersehbar, prägend, oft störend, selten naturnah oder ästhetisch. Was zur Zeit allerdings entlang der Autobahnen und Hauptstraßen getrieben wird, ist fachlich haarsträubend, verletzend, grob und unnötig. Es wird wieder gerissen und geschnitten, gefällt und gerodet. Durch den ständigen Eingriff werden Bäume und Sträucher krank und standunsicher, genau das Gegenteil dessen, was beabsichtigt wird. Ebenso durch die Auslichtungen, die größere Windangriffsflächen erzeugen, die Wurzelzusammenhänge zerreißen und mehr Gefahr erzeugen.

Was hier veranstaltet wird, ist Krieg gegen die Natur und hat leider nichts mit Verkehrssicherheit zu tun. Steuergelder werden versägt und Volksvermögen zerstört. Außerdem ist das Fahren durch die Vorarlberger Täler ein Ärgernis und wird von Zerstörung und Hässlichkeiten begleitet. Ob das so gewollt ist, bezweifle ich. Nur weil jemand Kettensäge kann, hat er noch lange keine Ahnung vom Baumschnitt und macht offenbar Fehler in Reihe.

Conrad Amber, Dornbirn