Tägliches

Leserbriefe / 13.03.2019 • 18:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Brexit-Gelaber

Wäre der Exportweltmeister Deutschland nicht so sehr daran interessiert, sich mit möglichst wenig Verlusten aus diesem Wirtschaftsverflechtungs-Dilemma mit den Briten herauszuwinden, wäre das längst kein so großes Thema! Wenn Großbritannien nicht in der Lage ist, nach der Brexit-Abstimmung und Vorbereitungszeit eine einheitliche Gangart für selbst heraufbeschworene Probleme u.a. Irland zu finden, ist den Leuten dort kaum zu helfen. Dass Premierministerin May sich buchstäblich bis zu letzten Minute Zeit ließ, war in den Augen vieler Briten ein kluger Schachzug, um Europa möglichst viele Zugeständnisse abzuringen, was teilweise ja auch gelang. Vor Jahrzehnten war Deutschland der Betreiber der Eingliederung Griechenlands in die EU bzw. in den EWR. Wohl wissend, dass dieses Land wirtschaftlich nicht Schritthalten können wird und immer auf die Hilfe der anderen EU-Staaten angewiesen sein wird. Für das dann erfolgte Desaster durften wir alle und zudem die kleinen Leute in Griechenland finanziell mächtig bluten. Vor allem, um sowohl die Deutsche Bank, die Commerzbank und auch die spanische Santanderbank vor der Pleite zu bewahren. Die Aktionäre, Investoren und Bankmanager dieser Institute brachten viele Jahre ihre „Scherflein ins Trockene“ und verdienten großartig. Für das Schlamassel jedoch durften andere haften! Soll das wieder so beim Brexit und ggf. auch bei Italien so kommen?

Kurt Höfferer, Hörbranz