Taten gefordert

Leserbriefe / 13.03.2019 • 18:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit dieser Überschrift hat Pfarrer Helmut Rohner in seinem Leserbrief vom 2./3. März gewiss recht. Das bedeutet: Kein Zugang möglicher Täter zu Jugendlichen und Kindern. Zu 80 Prozent sind Buben Opfer der Missbräuche. Das heißt: Bei den meisten Tätern geht es um homosexuelle Tendenzen. Nach Manfred Paulus, er ist als Kriminalbeamter im Bereich „Missbrauch“ tätig und setzt sich seit vielen Jahren gegen Kinderprostitution ein, wäre der Blick auf diese möglichen Täter zu richten. Rigorose Bestrafung der überführten Täter und meistens Entfernung aus dem Amt sind die logische Konsequenz. Inwiefern „Abkehr vom Pflichtzölibat“ (Zölibat bedeutet Verzicht auf eine familiäre Beziehung zu einer Frau und nicht auf eine sexuelle Beziehung zu einem Mann!), „Segnung von Homosexuellen“ oder „Priesterweihe von Frauen“ zur Situation einen Beitrag leisten sollen, bleibt also rätselhaft. Ist vielleicht die Art der Amtsführung der von Rohner zitierten Bischöfe Teil des Problems? Worin Kardinal Schönborn in seinem aufsehenerregenden Interview im Fernsehen laut Pfarrer Rohner vorbildlich sein soll, verstehe ich nicht ganz. Denn Gerichte in Erfurt und Feldkirch hatten festgestellt, dass der von Doris Wagner-Reisinger behauptete Missbrauch durch einen Geistlichen – der Kardinal versicherte, ihr dies zu glauben – keine Vergewaltigung, sondern einvernehmlicher Geschlechtskontakt war.

P. Bernhard Kaufmann, Dornbirn