Leitbild für Harder Ufergebiet

Leserbriefe / 25.03.2019 • 18:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Am vergangenen Dienstag wurde das städtebauliche Leitbild für das Harder Ufergebiet vorgestellt, an welchem ich zusammen mit einer Jugendgruppe von 14- bis 20-Jährigen intensiv mitgearbeitet habe. Unsere ausgearbeiteten Vorschläge wurden aber bei der Präsentation des vorläufigen Leitbildes – mit Ausnahme eines Stegs – nicht gezeigt. In einer anschließenden Diskussion versuchte eine Gemeindevertreterin vehement, meine Freundin und mich mit belehrenden Argumenten zu „bekehren“. Durch Abqualifizierungen wie „du darfsch nid immer nur an di denka“ wurde uns klar, dass unsere Ideen und Wünsche nicht ernst genommen werden. Wir verwiesen erneut auf die Ideen von uns Jugendlichen, da uns mehrfach zugesichert wurde, dass unsere Vorschläge von großer Bedeutung seien. Am meisten schockiert waren wir von der Aussage: „In zehn Jahren interessiert’s euch auch nicht mehr, auf Stufen am See Döner zu essen.“ Es kann nicht sein, dass der Gemeindevertreterin nicht bewusst ist, dass es in zehn Jahren immer noch Jugendliche geben wird. Das Bild, das sie offensichtlich von Jugendlichen hat, ist, dass wir nur am See hocken und Döner essen wollen. Durch diese Aussage werden die Bedürfnisse der Harder Jugend stark abgewertet und die Demotivation der Jugend für politisches Engagement provoziert. Der Einsatz der Jugend für ihre Interessen ist scheinbar doch nicht so erwünscht, wir sollen uns als „Interessenvertreter“ offensichtlich nicht zu wichtig nehmen.

Julien Melzer, Hard