Reichshofstadion

Leserbriefe / 11.04.2019 • 17:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Lustenau

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem lieben Nachbarn nicht gefällt.“ Dieses Sprichwort bewahrheitet sich immer wieder. Zur Geschichte: Das Stadion wurde am 11. Mai 1951 eröffnet, damals mit einer Sandbahn, und es fanden viele Motorradsandbahn-Rennen mit vielen Zuschauern zusätzlich zu den Fußballspielen statt. Die Austria Lustenau errichtete auf eigene Kosten eine überdachte Zuschauertribüne aus Beton, weiters ein Wohnhaus für den Platzwart und Umkleidekabinen. Der Nachbar errichtete sein Wohnhaus am 21. Jänner 1956 – also fünf Jahre nach Spielbeginn im Stadion. Er wusste also, dass hier immer Betrieb sein wird. Seine Tochter errichtete ihr Wohnhaus in den 80er-Jahren in der zweiten Reihe, also hinter dem bestehenden Elternhaus. In unmittelbarer Nachbarschaft ist auch das Altersheim und Sozialzentrum Schützengarten. Die hohen Gutachter- und Gerichtskosten könnten sicher für nützlichere und schönere Dinge angelegt werden. Ich hoffe, dass sich die Nachbarn mit der neuen Führung der Austria Lustenau auf einer Ebene mit der Austria einigen können. Damit könnte in der leidigen Stadionsache endlich Ruhe einkehren.

Manfred Grabher, Lustenau