Was ist die „Normalzeit“?

Leserbriefe / 12.04.2019 • 17:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das geplante Ende der zweimal jährlichen Zeitumstellung sorgt nach wie vor für Diskussionen. VN/LERCH
Das geplante Ende der zweimal jährlichen Zeitumstellung sorgt nach wie vor für Diskussionen. VN/LERCH

In einer VN-Umfrage sprechen sich 54 Prozent der Teilnehmenden dafür aus, dauerhaft die Winterzeit einzuführen, das heißt, dass es in Vorarlberg im Winter zwischen 8.00 und 16.30 Uhr und im Sommer zwischen 4.00 und 20.30 Uhr hell ist. Ich habe absolut kein Problem damit, wenn wir das künftig so machen, allerdings ist es mir ein Anliegen, dass wir das Tageslicht möglichst ideal ausnutzen, demzufolge müssen wir bei dauerhafter Winterzeit schlichtweg dafür sorgen, dass das gesellschaftliche Leben um 5.00 und nicht erst um 8.00 Uhr beginnt, da wir ansonsten sehr viele Sonnenstunden wortwörtlich verschlafen. Das Argument dagegen, man müsse dann im Winter bei Dunkelheit aufstehen, halte ich für absolut nicht tragfähig, da wir einerseits gegenwärtig viele Stunden abends im Dunkeln verbringen und andererseits die jetzige Lösung dazu führt, dass das gesamte Sonnenlicht zwischen November und Februar so verteilt ist, dass die arbeitende Bevölkerung nichts davon hat. Es erscheint durchaus unkomplizierter, würde man schlichtweg den Sonnenrhythmus an unsere gewohnten Uhrzeiten anpassen, aber wie gesagt, mir ist es egal, einzig gegen die dauerhafte Winterzeit bei gleichbleibendem Tagesablauf würde ich mich sträuben, besteht doch eine hohe Korrelation zwischen Sonnenstunden, die man in der Freizeit zur Verfügung hat, und Lebensqualität.

Max Schöch, Feldkirch