Integration

Leserbriefe / 14.04.2019 • 17:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Unbestreitbar haben Menschen muslimischen Glaubens damit die größte Mühe. Das liegt sicher nicht nur an deren angeblichen Ausgrenzung durch die autochthone Bevölkerung. Wenn ein pensionierter Gymnasialprofessor aus Dornbirn sowie der Türkensultan unisono Islamophobie sowie Rassismus in einen Topf werfen, dann ist deren Ziel der Aussage eindeutig. Jegliches Unbehagen, jegliche Angst vor dem Islam soll disqualifizierend verurteilt werden. Also, wenn ich gegen Gliederamputationen, Mädchenbeschneidungen, Steinigungen, Ungläubige oder Tötung Andersgläubige, oder gegen das Verheiraten von Mädchen ab neun Jahren bin, bin ich in deren Augen ein widerlicher Rassist. Bei den türkischen Wählern in Österreich bzw. bei den Kammer-Wahlen stellt man fest, dass zwei Drittel bis drei Viertel äußerst konservativ bzw. fundamentalistisch sind. Es dient auch nicht der Integration, ausschließlich mit Toleranz (keine Nikolausfeiern, Umbenennung von Weihnachtsmärkten in Lichterfeste und ähnliches) zu begegnen. Zweifellos werden hier auch unsererseits Fehler gemacht, aber nicht nur. Man muss versuchen, die moderaten Moslems, und hier besonders die Frauen, sehr viel mehr zu unterstützen, genauso von den Fundamentalisten eine klare Bringschuld einfordern. Hier darf man das Feld weder den Oikophobisten noch den Xenophobisten überlassen. Es steht nicht weniger als die Freiheit auf dem Spiel. In den ca. 50 islamischen Ländern ist die selbige mehr oder weniger nicht gegeben.

Christian Eidler, Dornbirn