Es ist höchste Zeit!

Leserbriefe / 15.04.2019 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schon monate-, wenn nicht schon jahrelang ist das Thema der Pflege im Alter, vor allem deren Finanzierung, in aller Munde, bisher ohne Ergebnis. Eine Lösung muss her, und zwar schnellstens. Vor allem darf es kein Wahlkampfthema werden; denn ein positives Ergebnis ist sofort notwendig, noch vor den Wahlen.

Meiner Ansicht nach sollte die Regierung den Mut haben zu sagen: Wir haben die Finanzierung der Pflege stark unterschätzt. Entgegen unserem Versprechen, keine neuen Steuern oder Abgaben einzuführen, sehen wir uns daher gezwungen, eine Abgabe für eine staatliche Versicherung zu erheben, und zwar von jedem Erwerbstätigen und Pensionisten. Eine Staffelung müsste möglich sein. Auch die Opposition müsste da zustimmen, denn niemand, auch junge Menschen nicht, kann sicher sein, dass sie nicht auf Pflege angewiesen sind. Damit könnte den Pflegenden (oft Familienangehörige), die in der häuslichen Pflege tätig sind, Unterstützung in verschiedener Hinsicht geboten werden. Oft aber bleibt nur noch die Pflege im Heim. Das Pflegepersonal dort – großartige Menschen, die meinen höchsten Respekt genießen – ist wesentlich besser zu entlohnen. Das schreibt einer, dessen Frau im fünften Jahr unheilbar krank und seit langem stark dement auf komplette Pflege angewiesen ist.

Ich kann daher die Pflegesituation bestens beurteilen. Verantwortliche, beeilt euch, es ist fünf vor zwölf.

Max Salzgeber, Tschagguns