Masern bedrohlicher als die Pest?

Leserbriefe / 23.04.2019 • 16:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In letzter Zeit muss ich mich doch wundern, dass ein paar Masernfälle in Österreich eine solche Bedrohung zu sein scheinen, dass alle Zeitungen davon auf der Titelseite berichten, auch da Radio und das Fernsehen berichten zum Teil täglich. Jedes Jahr im Frühjahr dasselbe. Vor Kurzem erschien ein Bericht in den VN, wie extrem gefährlich Masern sein können. Jeder zehnte Fall kann zu einer Mittelohrentzündung führen, jeder 20. Fall kann eine Bronchitis geben. Aha. Wenn man in die Arztpraxen schaut, finden wir täglich Menschen mit Mittelohrentzündungen und Bronchitis, so ganz ohne Masern. Natürlich kann es in sehr seltenen Fällen zu einer Hirnhautentzündung führen, die sicher schlimm ist. Auch viele andere Viren oder auch manche Bakterien können Hirnhautentzündungen auslösen. Ich bin nicht gegen Masern geimpft, das war in den 60er-Jahren noch nicht üblich. Aus meiner Volksschulzeit weiß ich noch, dass manche Kinder die Masern bekamen und manche nicht. Da gab es keine Logik und auch die Angst davor war nicht wirklich vorhanden. Das war einfach eine Kinderkrankheit, wie viele andere auch. Jeder soll sich impfen lassen, der das möchte. Ich möchte nicht und ich möchte auch nicht zwangsverpflichtet werden.

Manuela Schlenker, Altach

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