FPÖ-Rattenopfer

Leserbriefe / 26.04.2019 • 15:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dank der „Politshow (Schmierenkomödie)“ der letzten Wochen, rund um die sogenannten Identitären und Christian Schilchers „Ratten-Gedicht“ meldet sich nun selbst der Herr Vizekanzler mit Erstaunlichem zu Wort: „Der Vizebürgermeister habe ein Fehlverhalten an den Tag gelegt, das nicht mit den Grundsätzen der FPÖ vereinbar sei. Dem FPÖ-Hobbydichter wird von Strache sogar ein Griff in den politischen Müll attestiert. Das sagt ausgerechnet jener Herr Strache, der noch 2017 im bayrischen Osterhofen die versammelten Afdler mit menschenverhöhnendem, verbalem Sondermüll zu begeistern wusste.

Dass auch der ehemalige Generalsekretär der FPÖ, Herbert Kickl, eine Begabung für Gereimtes hat, ist hinlänglich bekannt. Schon 2006 kreierte er den Einzeiler: „Daham statt Islam“ auch „Pummerin statt Muezzin“ und „Abendland in Christenhand“ waren politische Renner. Nicht zu vergessen, sein legendärer Spruch: „Wie kann einer, der Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben.“ Mit diesem FPÖ-Grundsatz-Leistungsausweis ausgestattet, bringt man es hierzulande zum Innenminister. Selbst den Bundeskanzler scheint das nicht zu stören, obwohl er neuerdings so manches widerlich findet.

Peter Morstein, Tschagguns

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