Bärendienst an

02.05.2019 • 16:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

der Kirchstraße

In den VN vom 1. Mai wird die entstandene Misere in der Bregenzer Kirchstraße bildlich deutlich vor Augen geführt. Sie wirkt durch den neuen Asphaltbelag wie ein in einer riesigen Bohnensuppe teils versunkener historischer Stadtteil im Zentrum von Bregenz. Die Obfrau des Naturschutzbundes, Frau Hildegard Breiner, hat in derselben Ausgabe mit ihrer Meinung hierzu den Nagel auf den Kopf getroffen. Sie betont, dass in allen von ihr besuchten historischen Städten bei der Restaurierung auch die alten bzw. neue für Rollstuhlfahrer geeignete Pflastersteine verwendet wurden.

Ob die jetzt teilweise verlegten übergroßen und etwas eingefärbten, scharfkantigen Steine, die man angeblich bis von Portugal herbeigekarrt hat, für Radfahrer und Rollstuhlfahrer das Non plus ultra darstellen, bleibt der Beurteilung eines jeden freigestellt. Den Rollstuhlfahrern wurde eigentlich jetzt ein Bein gestellt. Denn wie sollen sich diese auf dem ultraschmalen Gehsteig zwischen Fußgängen durchschlängeln? Alle vorherigen Warnungen in vielen Leserbriefen und Forderungen in Bürgerversammlungen wurden leider von den Stadtbossen, angefangen vom Herrn Bürgermeister Linhart, in den Wind geschlagen.

Walter Weider, Bregenz